Partner für Spandau GmbH - Spandauer Weihnachtsmarkt
Spandauer Weihnachtsmarkt
Premiere: „Bethlehem-Basar“

Der „Mönchstraße“ genannte kleine Parallelweg zu Carl-Schurz- und Breite Straße wird aus dem Winterschlaf geholt: Nur wenige Meter vom Marktplatz entfernt entsteht dort mit dem „Bethlehem-Basar“ ein ganz neues Angebot für Weihnachtsmarktbesucher. An Handwerksständen aus Palästina werden Waren angeboten, die tief in der christlichen Tradition Bethlehems wurzeln:

Parfum nach einer Rezeptur aus dem ersten Jahrhundert v. Chr.
Nardenöl war und ist sehr kostbar und teuer. In der biblischen Überlieferung regten sich die Jünger Jesu darüber auf, dass Maria Magdalena das Öl zum Salben der Füße Jesu verwendet hat. Daraufhin soll Jesus folgende Antwort gegeben haben: „Lasset sie in Frieden! Was beunruhigt ihr sie? Sie hat alles getan, was sie konnte. Sie vollbrachte ein gutes Werk an mir. Arme habet ihr allezeit bei euch, mich aber habet ihr nicht allezeit. Sie hat meinen Leib gesalbt zu meinem Begräbnis.“
Siehe auch: Matthäus 26:7 - Markus 14:3 - 6 - Lukas 7:36-37

Schnitzereien aus Olivenholz
In Palästina gilt der Ölbaum als geheiligter Baum. Aus dem abgelagerten Holz des Stammes und der Äste des Olivenbaumes schnitzen die Künstler von Bethlehem ihre Meisterwerke. Über die Jahre ist Bethlehem zu einem Zentrum der Herstellung geschnitzter Devotionalien - Kreuze, Krippen, Bibeleinbände, Rosenkränze und Statuen aus Olivenholz - geworden. Darüber hinaus werden auch Souvenirs und Dekorationsgegenstände wie Kamele, Esel, Schatullen und Kerzenständer angefertigt.
Es wird vermutet, dass dieses Handwerk seit dem 4.Jahrhundert in Bethlehem beheimatet ist. Anlässlich des Baus der Geburtskirche brachten eingereiste Franziskanermönche den Einheimischen diese Kunst bei.

Schnitzereien aus Perlmutt
Auch dieses Handwerk wurde von den Franziskanermönchen nach Bethlehem gebracht, allerdings erst im 14.-16. Jahrhundert. Ursprünglich benutzte man Perlmutt aus dem Roten Meer. Heute werden Muscheln aus Australien, Kalifornien, Mexiko und Brasilien importiert. Wegen der Dicke der Schalen kann man in diese Muscheln wunderschöne Reliefs einritzen. Am beliebtesten sind Kreuze, Ohrringe und Broschen. Es ist leider absehbar, dass das Bethlehemer Perlmutthandwerk bald der Vergangenheit angehören wird, da es dafür hoher Konzentration und intensiver Ausbildung bedarf. Die schimmernden Farben und feinen Schnitzereien sind also vielleicht bald nur noch in Museen zu sehen.

Seife aus reinem Olivenöl
Nablus ist nicht nur die fünft älteste Stadt der Welt, sondern auch die Heimat der in Palästina traditionsreichen Olivenölseife. Die qualitativ hochwertigen Seifen werden
traditionell in Handarbeit hergestellt und geschnitten. Sie enthalten ausschließlich Olivenöl aus der Region - ohne Zusatz von anderen Ölen oder Fetten.

Glas aus Hebron
Dort, wo Glas und Feuer verschmelzen, arbeiten arabische Glasbläser in ihrer Gewölbewerkstatt. Hier üben sie ihre Kunst aus, für die ihre Heimatstadt Hebron schon seit jeher berühmt ist. Die Glasbläser stellen neben blau gefärbtem Kopfschmuck auch feuerrote und leuchtend grüne Flaschen auf traditionelle Weise her.

Post an das Christkind in Bethlehem
In Zusammenarbeit mit dem Organisator des Bethlehem-Basars, dem Kölner Unternehmer Willy Beivers, wird auf dem Weihnachtsmarkt in der Spandauer Altstadt erstmals ein Briefkasten für Post an das Christkind eingerichtet.
An die Adresse
„Christkind, P. O. Box 1116, Bethlehem/Palästina“
können insbesondere die jüngsten Weihnachtsmarktbesucher ihre ganz persönlichen Wünsche senden und von dort bekommen die Kinder auch Antwort – wenn man den eigenen Absender vermerkt hat!
Seit November 2008 ist dieses Postfach geöffnet, Berlin ist nach Köln die zweite deutsche Stadt, von der aus man auf diesem Weg direkt an das Christkind schreiben kann.